Seeing AI

Microsoft hat die iOS App Seeing AI veröffentlicht. Wir haben sie auf Arbeit schon ein wenig getestet, insbesondere Kollege Dennis.

Ist schon spannend, was es alles so gibt und wie man sich das Problem von Blinden und die Barrierefreiheit, dass sie halt nicht sehen können, annimmt. In Ansätzen gut umgesetzt, jedoch in der Praxis noch etwas buggy. Allerdings sagt das Microsoft auch ganz klar, dass bei der App noch einiges im Experimentierstadium ist.

Die App ist in englischer Sprache, derzeit nur für iPhones und in vier Bereichen unterteilt. Mit Short Text kann man sich über die im Smartphone eingebaute Kamera Texte vorlesen lassen. Das geht echt schnell und total einfach. Somit kann man sich sogar in einer Ladenstraße die Geschäfte oder in Restaurants die Speisekarte vorlesen lassen. Der zweite Bereich nennt sich Document und kann komplette Dokumente vorlesen, die man mit der Kamera einfängt. Beim Einfangen des Dokuments hilft einem die App. Der dritte Bereich ist ein Barcode-Scanner und heißt Product. Naheliegend, dass man damit Barcodes auf Gegenständen scannen kann. Auch dabei hilft einem die App durch akustische Signale ganz gut, den Barcode einzufangen. Zu guter Letzt steht Person auf dem Display und ermöglicht es, Personen zu Fotografieren, die dann durch die App ausgewertet werden. Dabei soll im besten Fall das Geschlecht, das Alter, der Gesichtsausdruck und die aktuelle Aktivität angesagt werden. Genau hier, wie man schon vermuten kann, ist die App echt buggy und braucht noch ein wenig Weiterentwicklung.

Erstes Fazit

Als erstes Fazit meine ich, dass die App durchaus brauchbar und nicht nur für Sehbehinderte nützlich ist. Allerdings muss noch nachgebessert werden. Was einem bitter aufstoßen lässt ist, dass Microsoft in seinen Datenschutzbestimmungen sich recht freie Hand zusichern lässt, was sie mit den Daten machen und wie sie verarbeitet werden.

Link zu Seeing AI von Microsoft

Interview von Kollege Dennis durch Henrike Möller in Trackback bei Fritz (6:30 m – 12:55 m)


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