Hauptstadtflughafen BER

Ich habe bei Spiegel-Online einen Artikel gelesen, dass der Flughafen BER gleich nach der Eröffnung zu klein sei, was ja nichts neues ist. Eine Sanierung des Altflughafen Tegel sei mit über 1 Milliarde Euro zu teuer, sagt der Flughafen-Chef, Herr Lütke-Daldrup.

Weiter steht im Artikel, dass die Eröffnung des BER schon 6 Jahre überfällig ist. Nachzulesen bei Spiegel-Online

Hauptstadtflughafen BER vs. Altflughafen TXL

Wir haben jetzt zwei Zahlen. Einmal 1 Milliarde notwendige Sanierungskosten des Flughafen Tegel und einmal 6 Jahre Fälligkeit der Eröffnung des BER. Die dritte Zahl besorgen ich mir von der Seite Flughafen Berlin (BER) Kosten, die mir mit über 1,3 Millionen EUR die Kosten pro Tag anzeigt.

Rechnen wir einmal: 1.300.000 EUR/Tag Kosten BER x 365 Tage/Jahr x 6 Jahre Fälligkeit = 2.847.000.000 EUR. Stehen also knappe 3 Milliarden Kosten Unterhalt für den BER gegen eventuell notwendige 1 Milliarde Kosten für die Sanierung des TXL. Gut, jetzt liegen die laufenden Kosten nicht gleich vom 1. Tag an bei 1.3 Milliarden Euro. Aber die einfache Rechnung zeigt mir, dass das Geld ja irgend wie da ist und ausgegeben wird. Leider nur an der falschen Stelle. Und die Uhr der laufenden Kosten tickt ständig weiter, bis zur tatsächlichen Eröffnung des BER. Wann auch immer das sein mag.

Auf der oben genannten Website von Robert Hartl ist sehr schön dargestellt, was man alles so für die laufenden Kosten eines zu kleinen und noch nicht geöffneten Flughabens finanzieren könnte.

Ich verstehe auch nicht, warum vor 10 Jahren nicht berücksichtigt wurde, welches Passagieraufkommen in der Zukunft sein wird. Auch dass immer größere Flugzeuge entwickelt werden, wusste man damals scheinbar noch nicht. Letztendlich fing es schon mit der miesen Planung an und endete jetzt in einem kostspieligen Stillstand.

Bei dem ganzen Zahlenwerk würde mich einmal interessieren, was die Geschäftsführer und Aufsichtsräte im Laufe der Jahre eingestrichen haben. Das müssen ja auch zig Millionen sein. Deren Verlust ist es jedenfalls nicht gewesen. Vielmehr sind die ausführenden Firmen die Doofen. Auch schlimm war das für die ganzen Geschäften, die ihre Planung und Investitionen auf den ursprünglichen Eröffnungstermin ausrichteten. Das wird dann unter das unternehmerische Risiko gebucht.

Also warten wir weiter der Dinge, die da kommen und schließen die nächste Wette ab, ob der nächste veröffentliche Eröffnungstermin eingehalten wird.


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